Unternehmer für Evangelisation

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idea 27.11.13

► „Keine Evangelisation soll an Geldnot scheitern“.

"Unternehmer für Evangelisation“ unterstützen Evangelisten bei ihren Einsätzen

 

Stützengrün (idea) – Eine noch junge Initiative aus Sachsen möchte Evangelisten bei ihren Einsätzen unterstützen. Die „Unternehmer für Evangelisation“ (UfE/Stützengrün) haben gegenwärtig 20 Mitglieder – allesamt Unternehmer, denen Mission und Evangelisation am Herzen liegen. Zusammen leisten sie organisatorische und finanzielle Hilfe, wenn diese benötigt wird. Dabei verwalte die Initiative selbst kein Geld, sondern fungiere lediglich als Netzwerk, betont Mario Börner, Unternehmer aus Stützengrün. Die Unternehmer vermitteln beispielsweise die Logistik für Evangelisationseinsätze, wie Fahrzeuge oder auch Stühle und Bänke. In Ausnahmefällen greifen Mitglieder der Initiative Gemeinden, die einen Evangelisationseinsatz nicht aus eigener Tasche zahlen können, auch finanziell unter die Arme. „Keine Evangelisation soll an Geldnot scheitern“, sagt Jörg Möckel aus Auerbach. Die Einsätze der Evangelisten, die die UfE unterstützen, sind auch auf dem Online-Auftritt der Unternehmer einzusehen. „Das sorgt für Transparenz“, erklärt Mario Börner, der um weitere Unterstützer für die Initiative wirbt: „Um möglichst viele evangelistische Einsätze zu fördern, bedarf es vieler tragender Schultern.“

Initiative unterstützt acht Evangelisten.

Bisher unterstützt die Initiative acht Evangelisten, darunter Ulrich Parzany und Lutz Scheufler, der zum 31. März aus dem Dienst der sächsischen Landeskirche entlassen worden war. Der Grund: Er war nicht bereit gewesen, eine Erklärung des Evangelisationsteams Sachsen zurückzunehmen. Darin hatten er und weitere Mitglieder des Teams erklärt, die kirchenleitenden Gremien – also Landesbischof Jochen Bohl und die Landessynode – nicht länger als geistliche Leitung der sächsischen Landeskirche anzuerkennen. Die Unterzeichner rechtfertigten diesen Schritt mit der Entscheidung der Kirchenleitung, Pfarrhäuser in seelsorgerlich begründeten Einzelfällen für homosexuelle Partner zu öffnen. Dies widerspreche dem Zeugnis der Bibel.

Scheufler: Entlassung war gute Werbung für unsere Arbeit

Seit dem 1. April ist Scheufler als freier Evangelist in landes- und freikirchlichen sowie unabhängigen Gemeinden, in pietistischen Gemeinschaften und CVJM-Gruppen unterwegs. Wie Scheufler der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, war die Entlassung „gute Werbung für unsere evangelistische Arbeit“ und hat seinen Wirkungskreis stark erweitert. Das nächste Jahr sei bereits fast komplett mit Einsätzen in ganz Deutschland ausgebucht. Auch für 2015 lägen bereits Anfragen und Reservierungen vor. Zwar seien mit dem Ausscheiden aus dem Dienst der Landeskirche alle finanziellen Sicherheiten weggebrochen, so Scheufler. Aber er habe seitdem keinen Mangel erfahren: „Wir können alle Rechnungen bezahlen“, sagte er und dankte allen Unterstützern. Den Lebensunterhalt des fünffachen Familienvaters finanzieren seit April die Evangelikale Stiftung und Einzelspender.

© idea vom 24.11.2013